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Continentale Betriebskrankenkasse
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Fakten

  • Alle Einnahmen werden zur Beitragsberechnung herangezogen
  • Einnahmen des Ehepartners können anteilig angerechnet werden
  • es gibt verschiedene Kinderfreibeträge

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Status

Erstellt am: 30-11-2015
Aktualisiert am: 04-01-2017
Autor: JMI

Freiwillig versichert bei privat versichertem Ehepartner

Sie möchten sich bei uns freiwillig versichern und Ihr Ehepartner ist nicht gesetzlich versichert? Dann gibt es hinsichtlich Ihrer Beitragsbemessung einige Dinge zu beachten.

Grundsätzlich werden Ihre Beiträge der freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung  auf Grundlage Ihrer beitragspflichtigen Einnahmen in vollem Umfang berücksichtigt. Dazu zählen sämtliche Einnahmen und Geldmittel, die Sie zum Bestreiten Ihres Lebensunterhalts verbrauchen oder verbrauchen könnten.

Beitragspflichtige Einnahmen:

  • Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit
  • Renten und Versorgungsbezüge
  • Arbeitsentgelt
  • Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung und Kapitalvermögen
  • sonstige Einnahmen zum Lebensunterhalt (außer staatliches Kinder- und Wohngeld)
  • Hilfen zum Lebensunterhalt (z. B. Sozialhilfe, Mietzuschuss)

Bei der Beitragsberechnung wird auch das Einkommen Ihres Ehepartners zur Hälfte herangezogen, wenn

  1. Ihre monatlichen Einnahmen die Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze (BMG 2017: 4.350,00 Euro) in Höhe von 2.175,00 Euro unterschreitet
  2. Ihre monatlichen Einnahmen niedriger sind als die monatlichen Einnahmen Ihres Ehepartners.

Bei der Berechnung werden zuerst Ihre eigenen monatlichen Einnahmen und erst dann die monatlichen Einnahmen Ihres Ehepartners hälftig zur Berechnung herangezogen. Dabei liegt die Beitragsbemessungsgrenze nicht höher als 2.175,00 Euro.

Die Mindestbemessungsgrenze liegt bei 991,67 Euro. Auch wenn Sie niedrigere Einnahmen haben, weil unter Umständen einige Kinderfreibeträge abgezogen werden können, wird Ihr Beitrag von dieser Grenze berechnet.

Wenn nur Ihre eigenen Einnahmen die Höchstbemessungsgrenze von 2.175,00 Euro überschreiten, dann berechnet sich Ihr Beitrag auf Grundlage Ihrer monatlichen Einnahmen nur bis zu der Höhe der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.350,00 Euro.

Kinderfreibeträge

Wenn bei der Berechnung die Einnahmen Ihres Ehepartners herangezogen werden, werden Freibeträge für jedes gemeinsame unterhaltsberechtigte Kind von den Einnahmen Ihres Ehepartners abgezogen. Voraussetzung ist, dass das Kind in der Familienversicherung versichert oder eine Familienversicherung nicht möglich ist, weil das Gesamteinkommen Ihres Ehe- oder Lebenspartners den gültigen festgelegten Grenzbetrag übersteigt und somit höher ist als Ihr Gesamteinkommen.

Kinderfreibeträge für familienversicherte Kinder betragen: 581,00 Euro pro Kind
Kinderfreibeträge bei nicht familienversicherten Kindern: 991,67 Euro pro Kind

Beitragssätze

Die Berechnung Ihres Beitragssatzes ist abhängig von Ihren Einkommensarten. So wird grundsätzlich der ermäßigte gesetzliche Beitragssatz von 14 Prozent zugrunde gelegt. Bei Einnahmen aus Renten, Versorgungsbezügen oder Arbeitseinkommen berechnen wir den gesetzlichen Beitrag in Höhe von 14,6 Prozent. Hinzu kommt bei beiden Beitragssätzen unser Zusatzbeitrag in Höhe von 1,3 Prozent.

Ihr gesetzlicher Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt 2,55 Prozent, wenn Sie Kinder erziehen oder erzogen haben. Der Beitrag erhöht sich um 0,25 Prozent, wenn Sie kinderlos und über 23 Jahre alt sind.