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Fakten

Studierende mit einer Beschäftigung und einem Einkommen müssen die Einkommensgrenzen beachten.

Status

Erstellt am: 09-12-2015
Aktualisiert: 22-12-2016
Autor: Continentale BKK | ex

Beschäftigung und Studium

Sie arbeiten während Ihres Studiums, um Ihre Studentenkasse ein wenig aufzubessern oder Sie absolvieren ein Praktikum im Rahmen Ihres Studiums? - Dann gibt es zur Frage der Sozialversicherungspflicht bzw. der Kranken- und Pflegeversicherung Folgendes zu beachten.

Zunächst gilt die gesetzliche Sozialversicherungspflicht für Arbeitnehmer. Es gibt jedoch Regelungen des Gesetzgebers, die Studierende von dieser Pflicht befreien. Das heißt, wenn trotz einer Nebenbeschäftigung das Studium im Vordergrund steht, können Sie weiterhin in unserer studentischen Kranken- und Pflegeversicherung versichert bleiben, wenn:

  • Sie wöchentlich nicht länger als 20 Stunden einer Tätigkeit nachgehen,
  • Sie ein Praktikum absolvieren, das im Rahmen Ihres Studiums gemäß der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist,
  • Sie nur in den Semesterferien einer beruflichen Tätigkeit nachgehen,
  • Ihr Arbeitsvertrag ohnehin nur auf höchstens drei Monate befristet worden ist. Sollte diese Frist überschritten werden, dann sind Sie vom Zeitpunkt der Überschreitung an versicherungspflichtig.

Eine Versicherungs- und Beitragspflicht besteht dann, wenn Ihr Arbeitsverhältnis

  • länger als drei Monate andauert,
  • mehr als 20 Stunden in der Woche umfasst,
  • nicht nur in den Semesterferien ausgeübt wird und Sie nicht selbstständig erwerbstätig sind,
  • mehr als 26 Wochen in einem Jahr in der Summe dauert. Der Jahreszeitraum ist vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung zurückzurechnen. Anzurechnen sind alle Beschäftigungen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden.

Beitragsfrei familienversichert und geringfügig beschäftigt

Wenn Sie über ein Elternteil oder auch Ehepartner bei uns beitragsfrei familienversichert sind, darf Ihr Einkommen aus sogenannten Mini-Jobs 450,00 Euro monatlich nicht übersteigen. Haben Sie sonstige Einkünfte? Zum Beispiel aus selbstständiger Arbeit oder Miet- bzw. Pachteinnahmen? Dann dürfen diese die Grenze von monatlich 395,00 Euro nach Abzug Ihrer Werbungskosten nicht übersteigen. Überschreiten Ihre Einnahmen diese Grenzen mal in dem einen oder anderen Monat, dann bleiben Sie dennoch von der Versicherungspflicht befreit, solange diese Überschreitungen nicht regelmäßig sind.

Unter einem Minijob versteht man eine Dauerbeschäftigung mit einem Verdienst von nicht mehr als 450,00 Euro im Monat. Die Stundenzahl, die Sie dabei im Monat arbeiten hat keine Bedeutung. Es gilt nur die Verdiensthöhe.
Als Minijobber sind Sie automatisch auch versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Aber Sie zahlen nur einen kleinen Rentenbeitrag in die Rentenversicherung. Ihr Arbeitgeber zahlt 15 Prozent Ihres Bruttoeinkommens, Sie zahlen als Beitrag nur die Differenz zum normalen Beitragssatz also aktuell 3,9 Prozent von Ihrem Bruttoeinkommen in Ihr Rentenkonto ein.

Hinweis:

Sie können sich als Minijobber auch von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Sie zahlen keinen Beitrag mehr, erwerben aber auch keine Beitragszeiten in der Rentenversicherung.