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Fakten

Beginnen Sie rechtzeitig mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Entscheiden Sie, was zu Ihnen passt. Nutzen Sie unsere ausführlichen Bewerbungstipps

Status

Erstellt am: 27-05-2015
Aktualisiert: 27-05-2015
Autor: JMI

Wenn das letzte Schuljahr näher rückt, stellt sich auch die Frage, wie es beruflich weiter gehen soll. Mit diesen Tipps finden Jugendliche einen guten Start.

Hier gibt es Infos zu Ausbildungsberufen

Es gibt eine Fülle möglicher Berufe. Wichtig ist, dass die gewählte Richtung zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.
Wer auf diese Fragen eine ehrliche Antwort findet, kommt seinem Traumberuf schon ein gutes Stück näher:

  • Wo liegen meine Stärken und Vorlieben?
  • Will ich lieber im Freien oder im Büro, allein oder im Team arbeiten?
  • Liebe ich Risiko und Dynamik oder eher die Sicherheit?
  • Gehe ich selbstbewusst auf Menschen zu oder bin ich eher schüchtern und zurückhaltend?
  • Welche Aufgaben erledige ich ganz locker, welche schiebe ich lange vor mir her?

Bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Handwerkskammer (HWK) finden Sie Listen mit Ausbildungsberufen. Offene Lehrstellen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind in der IHK-Lehrstellenbörse verzeichnet.

Die Bundesagentur für Arbeit bietet umfangreiche Informationen und Beratungstermine. Azubi- und Studienmessen gibt es in vielen größeren Städten.

Die Bewerbung als Visitenkarte

Die Personalchefs bekommen täglich zahlreiche Bewerbungen. Der erste Eindruck ist oft entscheidend. Dabei gilt es, gewisse Formregeln einzuhalten und gleichzeitig eine persönliche Note zum Ausdruck zu bringen.

Am besten wählen Sie eine Bewerbungsmappe in DIN A4 aus fester Pappe mit Klemmschienen und in gesetzten Tönen. Besonders ansprechend wirken Mappen, die aufgeklappt gleichzeitig Anschreiben, Lebenslauf und
Zeugnisse zeigen.

Das weiße Papier muss ebenfalls DIN-A4-Größe haben und sollte
über 80 Gramm wiegen. Alle Seiten einer Bewerbung sollten aus einer Papiersorte bestehen. Sie dürfen keinerlei „Eselsohren“, Flecken oder Knicke aufweisen.

Foto
Einen großen Stellenwert nimmt das Bewerbungsfoto ein. Sparen Sie nicht am falschen Ende. Privat- oder Automatenfotos sind tabu! Verwenden Sie Schwarz-Weiß- oder Farbfotos vom Profi. Das Foto muss aktuell sein und auf der Rückseite mit dem Namen beschriftet sein. Das vermeidet Verwechslungen.

Kopien von Zeugnissen und Bescheinigungen
Versenden Sie nie Originalunterlagen, sondern nur Kopien im DIN-A4-Format. Das aktuellste Zeugnis liegt immer oben. Nach den Zeugnissen folgen – soweit vorhanden – Bescheinigungen von Praktika, Fortbildungen und Kursen.

Das Anschreiben muss absolut fehlerfrei sein. Schon ein fehlendes
Komma oder ein Rechtschreibfehler schaden. Lassen Sie Familie, Freunde
und Bekannte lieber einmal mehr Korrektur lesen und verwenden Sie die automatische Rechtschreibprüfung. 

Der Lebenslauf
Für den Lebenslauf gelten die gleichen formalen Voraussetzungen wie für das Anschreiben. Am gebräuchlichsten ist der tabellarische Lebenslauf. Dieser ist streng chronologisch aufgebaut. Er umfasst zum Beispiel persönliche Daten, schulische und berufliche Ausbildung sowie Praktika und wird persönlich unterschrieben.

Umschlag
Prüfen Sie vor dem Versand noch einmal alle Unterlagen auf Vollständigkeit
und richtige Reihenfolge. Nehmen Sie für den Postweg einen festen
Umschlag, damit der Inhalt nicht beschädigt wird. Die Anschrift auf
Kuvert und Anschreiben muss identisch sein. Lassen Sie das Porto bei der Post prüfen.

Nach dem Versenden 
Nach einigen Tagen Wartezeit können Sie sich telefonisch bei den Unternehmen erkundigen, ob Ihre Bewerbung angekommen ist. Notieren Sie Anrufe und Gesprächspartner, um bei erneuten Kontakten den Überblick zu behalten.

Gut vorbereitet zum Bewerbungsgespräch

Durch ein persönliches Gespräch, meist mit dem Personalchef und dem zukünftigen Chef, möchte ein Arbeitgeber einschätzen, ob Sie zuverlässig, qualifiziert, freundlich, engagiert und teamfähig sind – und ob letztlich die „Chemie“ stimmt. 

Keine Angst vor der Angst
Jedes Gespräch verläuft anders. Sie können locker oder förmlich, kooperativ oder schulmeisterlich, persönlich oder distanziert verlaufen.
Jeder ist vor einem Vorstellungsgespräch aufgeregt, denn es hängt viel davon ab. Doch die Aufregung hat auch etwas Nützliches, denn sie steigert die Aufmerksamkeit und zeigt dem Arbeitgeber, dass es Ihnen ernst ist.

Gut vorbereiten

Auf diese oder ähnliche Fragen sollten Sie sich gut vorbereiten, ohne Ihre Antworten auswendig zu lernen:

  • Warum haben Sie sich gerade auf diese Stelle beworben?
  • Erzählen sie uns einmal etwas zu Ihrer Person.
  • Erläutern Sie Ihrer im Lebenslauf angegebenen Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse (z.B. Word, Excel etc.)
  • Können Sie selbsständig und im Team arbeiten?
  • Welche Fragen haben Sie zu Ihrer Ausbildung und unserem Unternehmen?

Eigene Fragen:

 

 

  • Wie läuft die Ausbildung ab?
  • Was sind die alltäglichen Aufgaben?
  • Werden die Azubis nach der Ausbildung übernommen?
  • Wie sind die Berufschancen nach der Ausbildung?

Auswahltest

 

 

Manche Unternehmen prüfen mit Bewerbungstests, ob die Stelle zu Ihnen passt. Neben „Soft Skills“ wie Engagement, Gewissenhaftigkeit und Teamfähigkeit werden überwiegend Mathematik, Deutsch, Englisch, Allgemeinbildung und logisches Denken geprüft. Wichtige Tipps finden Sie in der Broschüre „Orientierungshilfe zu Auswahltests“ der Bundesagentur für Arbeit.  

Der erste Eindruck

 

 

Der erste Eindruck ist oft entscheidend. Sein Sie unbedingt pünktlich, das heißt fünf Minuten zu früh (nicht mehr und nicht weniger) beim
Termin. Planen Sie schon vorher Verzögerungen durch Stau und Ähnliches ein und nehmen Sie sich genug Zeit zum „Zurechtmachen“, damit Sie nicht abgehetzt wirken. Lieber noch eine halbe Stunde einen Kaffee um die Ecke trinken als zehn Minuten zu spät mit Entschuldigungen zur Tür hereinstürmen. Ziehen Sie angemessene Kleidung an, die zum Unternehmen passt. Sie sollten sich nicht „verkleiden“ oder „überstylen“, da dies unecht wirkt. Vermeiden Sie aber Turnschuhe und Freizeitkleidung. Ein gepflegtes Äußeres ist selbstverständlich.

Im Gespräch

Meist müssen Sie noch kurz warten und werden dann in den Besprechungsraum gebeten. Überlassen Sie die Art der Begrüßung und Sitzordnung den Gastgebern und lassen Sie sich freundlich, natürlich und respektvoll auf das Gespräch ein.

Grundregeln

  • Sitzen Sie bequem, mit geschlossenen Beinen und dem Gesprächspartner zugewandt
  • Legen Sie die Hände locker auf den Tisch, nicht an Gegenständen festklammern,
  • Suchen Sie Blickkontakt
  • Sprechen Sie langsam und deutlich
  • Hören Sie zu und stellen Sie Fragen
  • Bringen Sie Bewergung, Einladung, Schreibmaterial und eventuell Arbeitsproben mit

 

Die Entscheidung

Nur selten wird bereits im Gespräch eine Entscheidung getroffen. Fast immer müssen Sie danach noch einige Tage bis Wochen auf ein Ergebnis warten. Im Fall einer Zusage können Sie mit Recht stolz sein! Falls Sie noch andere Bewerbungsverfahren laufen haben und Sie sich nicht ganz sicher sind, sollten Sie sich innerhalb der nächsten drei Tage entscheiden und dem Arbeitgeber Bescheid geben – diese Bedenkzeit ist durchaus üblich.

Eine Absage ist für jeden Bewerber erst einmal eine Enttäuschung, doch nur einer kann die Stelle bekommen – und bereits die Einladung zum Vorstellungsgespräch war ein Erfolg. Daher sind mehrfache Versuche für eine erfolgreiche Bewerbung durchaus normal. Man weiß selten genau, warum sich Arbeitgeber für jemanden entscheiden. Zudem konnten Sie viel für die nächste Bewerbung und vielleicht auch für Ihre Berufswahl lernen.
Bleiben Sie dran!